Wordclock (Open Source Projekt)

Wordclock


Nach dem ich bei Conrad Elektronik für meine Kinder mal ein Ping Pong Retrospiel gekauft hatte, dass nun schon seit längeren in der Ecke lag, habe ich einen neuen Verwendungszweck dafür gesucht und bin dabei auf ein schönes kleines Projekt gestoßen, eine sprechende Uhr.

Gefunden habe ich das ganze auf der Seite der Firma www.emsystech.de
Die kleine Platine ist wie bereits gesagt bei der Firma Conrad Elektronik (Ping Pong Retrogame) zu finden und kostet augenblicklich knappe 16 €. Sie besteht aus 120 einzelnen LED’s, die über einen ATmega8 Mikrocontroller angesteuert werden.
Schon bei der Erstellung des Layouts wurde anscheinend an die Möglichkeit gedacht, diese für spätere Erweiterungen und Weiterentwicklungen zu nutzen, denn es ist bereits eine Stiftleiste für die SPI-Programierschnitstelle vorhanden und alle nicht verwendeten Anschlüsse wurden auf der Platine gut zugänglich herausgeführt.

 

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Rückseite der Ping Pong Platine

Für den Umbau zu einer Word Clock werden nur wenige zusätzliche Bauteile benötigt. Um eine quarzgenaue Zeitanzeige zu realisieren, wird ein 32.768 Khz Uhrenquarz an die dafür vorgesehen Anschlüsse B6 und B7 liegend angelötet. Um Kurzschlüsse zu vermeiden ist es sinnvoll ein kleines Stück Klebeband unter dem Quarz anzubringen.
Nun wird noch ein SMD Taster benötigt, er dient später zum Einstellen der Uhrzeit.
Löten sie diesen an die beiden Anschlüsse K1 und K2 ebenso wie den Quarz auf der Platinen Rückseite an.

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0910pingpong23 Vordereite der Ping Pong Platine

Wer die Uhr über einen längeren Zeitraum betreiben möchte sollte noch ein kleines 5V= Steckernetzteil spendieren, dass ohne weiteren Umbau direkt an die beiden Anschlüsse GND und +4,5V angeschlossen werden kann.

 

 

1001wordclock3Um ein hochwertiges Anzeigeergebnis zu erhalten, sollte man einen Separator zwischen die einzelnen LED’S einbringen.
Ich habe den Rest einer 3mm PVC Platte verwendet und 120 Löcher mit 4 mm im Abstand von 5mm gebohrt.
Das PVC kann anschließend auf die Platine eingepasst und mit etwas Klebstoff dort fixiert werden. Als Diffusor habe ich ein DIN A4 Seite aus dem technische Zeichenbedarf verwendet, es im Fachhandel für ein paar Cent erhältlich.
Nach dem der Kleber der zum fixieren des Separators aufgetragen wurde seine Festigkeit erreicht hat, kann nun das Transparentpapier aufgeklebt werden. Tupfen sie hierzu mit einem PRIT Klebestift auf den Separator und kleben sie anschließend das Papier ungeschnitten auf.Da die Folien nur schlecht zu bekommen ist, habe ich mich entschieden mit Sprintlayout (Demo Version) eine Vorlage zu erstellen. Zum Ausdrucken der Folie muss im Druckerdialog von Sprintlayout der Hacken „invers“ angeklickt werden um die Folie weiß auf schwarz zu erhalten.

Anschließend habe ich die Folie auf einem Laserdrucker ausgedruckt und doppelt übereinander gelegt, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Um dem Ganzen einen gewissen Schick zu geben …. habe ich es in einen 18 x 13 cm Bilderrahmen eingebaut.

Montage der Komponenten

Wurde die Folie bedruckt und an den angezeichneten Schnittkanten getrennt, legen sie diese Spiegelverkehrt gegeneinander und bringen sie zur Deckung. Fixieren sie die beiden Folien mit einem schmalen Stück Klebstreifen an allen vier Kanten.

Einstellungen für die Programmierung im Atmel Studio

Atmega8 default

Wordclock
Wordclock
Wordclock.zip
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4 Gedanken zu „Wordclock (Open Source Projekt)“

  1. Hallo Thomas
    Ich hab am Wochenende die erste Stufe der Programmierung fertig gestellt.

    „Allerdings wäre es dann wahrscheinlich sinnvoll das ganze Projekt auf andre Füße zu stellen, sprich die WordClock gleich größer zu bauen und alle Steuerungsaufgaben durch den ESP erledigen zu lassen!?“

    Genau das möchte ich nicht machen, da es schon genügend eierlegende Wort Uhren mit WS2812 RGB LED´s gibt.
    Ich möchte aber einen kleinen Wecker für meinen Nachttisch 😉

    Mit der neuen Firmware kann man jetzt 2 Alarmzeiten einstellen. Diese werden dann auch gleich im EEPROM gespeichert, damit die nach einem Stromausfall auch wieder vorhanden sind. In diesem Zug hat die Uhr noch 2 zusätzliche Taster bekommen, da mir die Bedienung mit nur einem Taster zu „unkomfortabel“ war und ich jetzt auch den Alarm 1 und Alarm 2 aktivieren|deaktivieren kann ohne in das Setup zu müssen. Da ich den Alarm auch an lassen möchte und ich in diesem Fall 2x am Tag geweckt werde (da bin ich dann zwar eh nicht da, aber das ist nicht gut für den WAF), hab ich die Uhr noch auf 24h umprogrammiert. Über einen kleinen Piezo Lautsprecher gebe ich noch einen 1,2KHz Ton als Weckton aus.
    Die Schablone für die Wörter hab ich dann noch so umgebaut, dass man das Wort „ALARM 1 und 2 und NTP“ anzeigen kann.
    Heute noch schnell einen IKEA Bilderrahmen besorgt und ein ESP-Modul bestellt.
    Noch offen ist also das zusammenbauen und die NTP Synchronisation, wenn das Modul kommt.
    Ich werde das ganze dann auf Github veröffentlichen.
    Ich halte dich auf dem laufenden.
    Gruß Lars

  2. Hallo Eisbaeer,
    eine DCF77 Integration hatte ich geplant, aber aus Zeitgründen nicht weiter verfolgt.
    Die Idee das ganze nun mit einem ESP8266 zu realisieren finde ich super!
    Allerdings wäre es dann wahrscheinlich sinnvoll das ganze Projekt auf andre Füße zu stellen, sprich die WordClock gleich größer zu bauen und alle Steuerungsaufgaben durch den ESP erledigen zu lassen!?
    Ich würde mich freuen wenn Du dein Projekt hier auf meinem Block mit andren teilen würdest, ist sicher eine interessante neue Variante 🙂
    Gruß Thomas

  3. Hallo Thomas
    Ich habe mir mal deinen Code und den von Martin angeschaut. Scheinbar hast du noch versucht, einen DCF77 Emfpänger anzubinden. Im Code ist leider nicht mehr vermerkt und deshalb habe ich ihn mal mit auf den INT0 gehängt (laut clock.h). Leider scheint sich die Zeit nicht einzustellen.
    Da noch Platz im Atmega8 ist, möchte ich die Uhr als Wecker erweitern. Eine weitere Idee ist, den DCF77 Empfänger durch einen ESP8266 zu ersetzen und der Wort Uhr die Zeit von einem NTP-Server zu geben. Da hier auch noch eine Webseite abgelegt werden kann, könnte man den Wecker auch über die Webseite stellen oder über eine App.
    Mal sehen, wie viel Zeit ich spendieren kann. Ideen hätte ich genug. Schönes Projekt. Den Retro Bausatz gibt es zur Zeit wieder bei Pollin.
    Gruß Eisbaeeer

  4. In Nürnberg bietet das FABLAB immer wieder mal einen Workshop für den Bau einer Wordclock an (hier kommt eine Arduino zum Einsatz), die Kostet liegen in etwa bei 40€.
    Vielleicht gibt es ja auch in ihrer Nähe ein FabLab!?

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